In den fünzig Jahren, die seit der Firmengründung im Jahr 1952 vergangen sind, hat sich bei Soneruds Maskin AB vieles ereignet. Der frühere Lokführer John Sonerud gründete zusammen mit seinem Bruder Gottner zuerst die Firma Gebrüder Soneruds Maschinenvermittlung. Ein Jahr später trat auch Bruder Erik in die Firma ein.
Ihr Geschäftskonzept sah die Vermittlung von gebrauchten landwirtschaftlichen Maschinen, Heufutter und anderem zwischen Käufer und Verkäufer vor. Mitte der Fünfzigerjahre wurde das Sortiment erweitert und umfasste Motorsägen, Gefriertruhen, Kühlschränke und eine kurze Zeit lang auch Fernsehgeräte. Die mit der Eisenbahn angelieferten Gefriertruhen wurden von den Kunden direkt am Bahnhof übernommen und mit Traktoren und Anhängern abtransportiert.
Man importierte sogar gebrauchte Ferguson-Traktoren von England! 1957 schieden Gottner und Erik aus der Firma aus, und John gründete die Soneruds Maskin AB. Am Ende der 50er Jahre war in Schweden die Landwirtschaft wenig einträglich, und die Verkäufe von landwirtschaftlichen Maschinen gingen zurück. Daher begann John mit dem Verkauf des in Norwegen hergestellten Traktorbaggers Hymas. Sein Fahrerkomfort war zwar nicht der beste, die Rundumsicht aber war hervorragend - er hatte nämlich noch keine Fahrerkabine.
Der Verkauf des Hymas Traktorbaggers in Schweden entwickelte sich derart gut, dass John Sonerud 1959, zusammen mit drei Partnern aus Norwegen, eine schwedische Hymas-Niederlassung in Hudiksvall gründete. Im ersten Jahr wurden 75 Stück dieses Typs hergestellt. Der Vertrieb lief über mehrere, über das ganze Land aufgeteilte Händler, von denen einer die Firma Soneruds war. Schließlich beschloss John Sonerud, alle norwegischen Gesellschaftsanteile zu übernehmen, sodass er alleiniger Eigentümer wurde. In den Jahren 1974 bis 1979 wurden jährlich 600 Maschinen produziert. Aufgrund der Expansion der Firma wurden 1967 und 1973 neue Betriebsstätten in Hudiksvall errichtet.
In der Zeit, in der John die Firma mit viel Innovationsgeist leitete, wurden ständig neue Produkte und Verbesserungen eingeführt. Dies begründete die besondere Stellung von Hymas am schwedischen Markt. Ladebaummasten, "Gräv-elegant" und mechanische Schnellwechselvorrichtungen sind nur einige der Innovationen, die Mitte der 60er Jahre vorgestellt wurden. Sie sind auch heute noch bei den meisten Baggerladern in Skandinavien eine selbstverständliche Ausrüstung. Aufgrund des gestiegenen Produktionsumfangs entschloss sich John Sonerud im Jahr 1972 für den Verkauf vom Hymas an die Firma Karolin Invest in Skellefteå. John blieb bis 1977 Geschäftsführer dieser Firma und wechselte dann zur Mutterfirma Sonruds Maskin AB. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Soneruds als Händler in Mittelschweden auf dem Baggerladermarkt bereits fest etabliert.
Sea Dump
Als John 1977 seine Tätigkeit bei Soneruds Maskin AB aufnahm, trat auch sein Sohn Åke in die Firma ein. Sie errichteten im Industriegebiet West von Hudiksvall eine neue Betriebsstätte und begannen mit der Entwicklung und Herstellung eines selbstfahrenden Seekippers, dem Sea Dump. Vom Sea Dump wurden insgesamt rund 40 Exemplare verkauft. Die meisten gingen in skandinavische Länder, aber auch nach Deutschland, Australien und Sri Lanka erfolgten Lieferungen. Aufgrund des sehr begrenzten Marktes wurde die Herstellung des Produkts schließlich eingestellt. Im Jahr 1977 wurde John Sonerud für seine großen Verdienste in der Wirtschaft von der Sundsvallsbank mit dem Unternehmerpreis ausgezeichnet.
Neuer Tätigkeitsbereich
Im Herbst 1978 und im Winter 1979 wurde die Soneruds Maskin AB zu einer Entwicklungs- und Vertriebsgesellschaft mit Ausrichtung auf eigene, patentierte Zubehörausrüstung für Baggerlader und Bagger umgewandelt. Demnach sollte die Herstellung nicht mehr im eigenen Haus erfolgen, sondern an lokale Zulieferbetriebe ausgelagert werden. Gleichzeitig wurde der Verkauf von Hymas-Produkten eingestellt.
Grab John - Baggerlöffel mit integrierter Greiffunktion
Das erste eigene Produkt war der Grab John - ein Baggerlöffel mit integriertem, hydraulischem Zangengreifer. Er wurde im Frühjahr 1980 als Mastensetzlöffel mit großem Erfolg eingeführt. Im selben Jahr wurde Johns Sohn Åke Geschäftsführer des Unternehmens und ist dies auch heute noch. Anfang der 80er Jahre wurde ein komplettes Programm von Grab John-Löffeln für Bagger von bis zu 35 Tonnen entwickelt. Mit seinem Zangengreifer ist der Grab John ein Multifunktinosgerät, das die Funktionen eines Baggerlöffels, Greifwerkzeugs (Zangengriff des Baggers) sowie einer hydraulischen Schnellkupplung für spezielle Grab John-Geräte vereinigt. Basierend auf dem Grab John-Löffel wurde eine Reihe spezieller Lösungen für maschinelle Rohrlegung, maschinelles Setzen von Masten, Ziehen von Kabelfurchen, maschinelle Bohrung in Stein u.a. entwickelt und mit Erfolg eingeführt. Es wurden spezielle Grab John-Geräte, die am Zangengreifer des Grab John ankuppelbar sind, entwickelt, wie zum Beispiel Frostschichtaufbrecher, Rohrlegungsgerät für Betonrohre, Bohrgestell, Vibrationskabelpflug und gummiisolierte Greifverbindungsteile.
Internationales Produkt
Der Grab John wurde in kurzer Zeit ein international verkauftes Produkt. Ende der 80er Jahre wurden 45 Prozent der Produktion in viele westeuropäische Länder exportiert. In Japan wurden rund hundert Löffel in Lizenz hergestellt. Insgesamt wurden mehr als 3 000 Grab John-Löffel an zufriedene Kunden auf der ganzen Welt ausgeliefert.
Markteinführung von OilQuick
Bereits 1989 erkannte man bei Soneruds den Bedarf nach einer Komplettlösung für eine Gerätewechselvorrichtung für Bagger und Lademaschinen, die es ermöglichte, hydraulische Geräte direkt vom Fahrerstand aus an- und abzukuppeln. Mechanische und hydraulisch betätigte Wechselvorrichtungen für Bagger und Radlader wurden in Schweden immer mehr zu einer selbstverständlichen Ausrüstung. Die Möglichkeit, auch hydraulische Geräte vom Fahrerstand aus automatisch wechseln zu können, war daher ein verständlicher, logischer Schritt in der Weiterentwicklung. Man fasste den Beschluss, eine Wechselvorrichtung mit einer automatischen Schlauchschnellkupplung für Baggerlader zu entwickeln. Bei dem Projekt kam es jedoch zu unvorhersehbaren Verzögerungen. Erst im Frühjahr 1993 konnte die erste OilQuick Gerätewechselvorrichtung für Baggerlader am Markt eingeführt werden. Gleichzeitig wurde eine OilQuick-Systemlösung mit Wechselvorrichtungen oberhalb und unterhalb eines Rototilt vorgestellt. Der Markt war aber für diese Neuheiten zu diesem Zeitpunkt noch nicht richtig aufnahmebereit. 1994 starb John Sonerud. Seine erfolgreichen Innovationen, sinnreichen Lösungen und sein Geschäftssinn prägen auch heute noch das Unternehmen.
OilQuick für Radlader und Gabelstapler 
Im Frühjahr 1996 kam die OilQuick-Lösung für Radlader zur ersten praktischen Anwendung. Der erste Kunde, die Papierfabrik Stena Returpapper in Hudiksvall, rüstete einen Volvo L50 mit dem System aus. Bis dahin wurde zwischen einem Löffel und einem hydraulischen Ballenklemmaggregat ca. 2 bis 5 Mal am Tag gewechselt. Nach der Installation von OilQuick am Radlader änderten sich die Arbeitsabläufe, und plötzlich wurden hydraulische Geräte 7 bis 15 Mal pro Stunde gewechselt! Es versteht sich von selbst, dass man mit dem neuen System hoch zufrieden war. Bereits ein Jahr später kam es zur Markteinführung des ersten OilQuick-Systems für Gabelstapler.
Börsegang von Soneruds
Ende 1996 und Anfang 1997 erfolgten zwei direkte Neuemissionen. Dadurch wurde die Finanzkraft der Soneruds Maskin AB gestärkt und die weitere, intensive Produktentwicklung und Vermarktung des OilQuick-Konzepts sichergestellt. Soneruds-Aktien notierten an der Börse. Im Jahr 2001 wurde die Familie Sonerud wieder alleiniger Eigentümer der Gesellschaft, wodurch die Börsennotierung von Unternehmensaktien aufgehoben wurde.
Starke Marktentwicklung
Das Unternehmen bietet heute ein komplettes Programm patentierter OilQuick Gerätewechselsysteme für Bagger, Radlader, Lademaschinen und Gabelstapler an. Zudem wurde 2001 eine Ausleger-Wechselvorrichtung für Materialhandhabungsgeräte entwickelt. Mit einigen führenden Maschinenherstellern schloss man OEM-Verträge ab. Bisher wurden rund tausend OilQuick-Systeme an Kunden in Skandinavien, in übrigen westeuropäischen Ländern sowie in den USA ausgeliefert.
Zeitgleich mit dem 50-Jährigen Firmenjubiläum im Jahr 2002 ändert das Unternehmen seinen Namen
von Soneruds Maskin AB auf OilQuick AB..
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